Menschen in Deutschland achten besser auf ihr Gehör

Sensibilität für das Thema „Hören“ nimmt zu / Höhere Bereitschaft zur Vorsorge

Frankfurt, 22. Februar 2017 – 71 Prozent aller Bundesbürger haben bereits einen Hörtest durchführen lassen. Diese Zahl belegt, dass die Vorsorgebereitschaft für Hörprobleme gestiegen ist. Bei einer identischen Umfrage im Vorjahr gaben lediglich 62 Prozent an, schon einmal einen Hörtest gemacht zu haben. Dass die Sensibilität für das Thema „Hören“ zugenommen hat und die Menschen immer genauer auf ihren Hörsinn achten, sind weitere Ergebnisse einer Studie von TNS Infratest, die vom Bundesverband der Hörgeräte-Industrie anlässlich des Welttags des Hörens am 3. März 2017 in Auftrag gegeben wurde. Befragt wurden über 1.000 Personen auf Basis einer zufällig gezogenen Online-Stichprobe.

Höre ich noch gut?

Eine zunehmende Anzahl (31 Prozent) von Menschen bis 65 Jahren geht davon aus, von einem zumindest leichten Hörverlust betroffen zu sein. 2014 war es mit 24 Prozent noch knapp ein Viertel. Diese Aussage beruht auf einer Selbsteinschätzung der Befragten. Sie zeigt, dass die Achtsamkeit für das eigene Gehör gestiegen ist und Vorbehalte, sich eine Hörminderung einzugestehen, stetig abgebaut werden.

Gleichzeitig sind sich mehr als drei Viertel (76 Prozent) aller Befragten darüber im Klaren, dass unversorgte Hörprobleme die Lebensqualität einschränken. 66 Prozent sehen darin sogar ein Sicherheitsrisiko im Alltag. Die meisten Teilnehmer der Umfrage (87 Prozent) haben auch erkannt, dass moderne Hörgeräte ein bequemes und flexibles Mittel sind, um eine Schwerhörigkeit zu versorgen und die Lebensqualität zu steigern.

 Besser informiert

Immer mehr Menschen glauben, dass sie sich sehr gut mit den Möglichkeiten zum Ausgleich einer Hörminderung auskennen. Während 2014 nur 10 Prozent aller Befragten angaben, über den Versorgungsweg gut informiert zu sein, sind es jetzt 24 Prozent. Diese Zahlen belegen sowohl die Notwendigkeit als auch den Erfolg von Aufklärungs- und Informationskampagnen wie dem Welttag des Hörens.

„Die aktuelle Umfrage belegt nicht nur die gestiegene Vorsorgebereitschaft und zunehmende Sensibilisierung der Menschen für ihr Gehör. Immer mehr Bürger zeigen sich zudem darüber informiert, welchen wichtigen Beitrag moderne Hörsysteme für die Steigerung der Lebensqualität schwerhöriger Menschen leisten“, erläutert Dr. Stefan Zimmer, Vorstandsvorsitzender des BVHI. „Für ausführlichere Informationen und für eine individuelle Beratung zur bestmöglichen Bewahrung und Versorgung des Hörsinns sind die Hörakustiker die erste Anlaufstelle – nicht nur am Welttag des Hörens.“

Welttag des Hörens am 3. März 2017

Der diesjährige Welttag steht unter dem Motto „Gutes Hören bewahren: Eine sinnvolle Investition“. Die Weltgesundheitsorganisation WHO nutzt diesen Tag, um für eine Vorbeugung und frühzeitige Versorgung von Hörminderungen zu werben. Dabei wird sie in Deutschland von Hörakustikern, HNO-Ärzten und dem Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) unterstützt. Schirmherr ist der Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe. Eine eigens für den globalen Aktionstag ins Leben gerufene Website (www.welttag-des-hoerens.de) stellt die Kampagne und Aktionen vor, die an diesem Tag bundesweit stattfinden. Darüber hinaus erhalten Interessierte Informationen zu teilnehmenden Hörakustikern, zum Hörsinn sowie zur Versorgung einer Hörminderung.

Über den Bundesverband der Hörgeräte-Industrie

Der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie ist die Vertretung der 13 auf dem deutschen Markt tätigen Hörgerätehersteller. Er artikuliert die Interessen seiner Mitglieder und ist das Kommunikationsorgan für alle Themen rund um Hörtechnologie, Hörminderung und Innovation. Der Verband setzt für die Erhöhung der Nutzung von Hörgeräten durch Menschen mit einer Hörminderung ein und klärt über die Leistungsfähigkeit moderner Hörsysteme auf. Darüber hinaus befördert er die Zusammenarbeit mit allen Gruppen, die an der Versorgung mit Hörsystemen beteiligt sind. Dazu gehören Hörakustiker, HNO-Ärzte, Krankenkassen, andere Verbände und Interessengruppen sowie die Politik.

Kontakt Bundesverband der Hörgeräte-Industrie:

Dr. Stefan Zimmer

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